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Teil 9 - Lucas und Lena und der Wunschsternenteppich

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Am neunten Abend webte der Sternenfreund einen weichen Teppich aus Wunschsternen, der sich auf der Wiese ausrollte. Die Sterne darauf funkelten in verschiedenen Farben, und jeder kleine Punkt schien zu flüstern: „Wünsch dir etwas.“

„Wünsch dir was!“, flüsterte Lena und schloss die Augen. Sie setzte sich vorsichtig auf den Teppich, der sich warm und weich anfühlte, als hätte er eine eigene Herzschlag-Melodie. Lucas setzte sich neben sie, legte die Hand auf den Stoff aus Licht und spürte, wie es leise kribbelte.

Lucas wünschte sich einen Flug über die Welt. Noch bevor er es laut aussprach, hob der Teppich ab. Er trug sie sanft in die Höhe, höher als die Bäume, höher als die Dächer der Häuser. Von oben zeigten sich schneebedeckte Berge, die im Mondlicht glitzerten, türkisfarbene Meere, die sich im Wind bewegten, und lachende Städte bei Tag und Nacht.

Sie sahen winzige Züge wie Spielzeug über die Länder fahren und Schiffe wie kleine Punkte auf dem Wasser. „Die Welt ist so groß“, staunte Lena. „Und trotzdem sind wir genau hier auf unserem Sternenteppich“, ergänzte Lucas leise.

Sie landeten bei Freunden aus allen Geschichten – Elfen, Drachen, Tiere und sogar den Kindern aus der Zukunft im Zauberturm. Überall wurden sie begrüßt, als wären sie schon seit Jahren Teil dieser Welt. Gemeinsam teilten sie Wunschbonbons, die Träume wahr machten. Jeder Bonbon sah anders aus und erfüllte einen kleinen, freundlichen Wunsch im Herzen.

Der Teppich trug sie sanft heim, als ihre Augen schwer wurden. Die Sterne darauf wurden nach und nach dunkler, als würden sie sich ebenfalls ausruhen. Der Sternenfreund blinkte: „Morgen mehr!“

Mit funkelnden Wünschen im Herzen schliefen sie ein. Und irgendwo im Zimmer schien ein kleiner Rest des Wunschsternenteppichs weiter zu glimmen – bereit für den nächsten Traum.