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Teil 13 - Lucas und Lena und die Sternenbibliothek

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Am dreizehnten Abend leuchtete der Sternenfreund besonders ruhig, als würde er sie leise herbeirufen. Kaum saßen Lucas und Lena auf der Wiese, da fiel hell glitzernder Lichtstaub vom Himmel und formte vor ihnen ein großes, schimmerndes Tor.

Hinter dem Tor lag eine Sternenbibliothek: Regale aus Licht, darin schwebende Bücher und Rollen aus funkelndem Staub. Kleine Sternwesen huschten dazwischen hin und her, als wären sie Bibliothekare.

Ein Sternwesen führte sie zu einem Regal, das besonders hell strahlte. Auf den Buchrücken sahen sie kleine Bilder: eine Schaukel, ein Wolkenboot, eine Regenbogen-Brücke, einen Traumgarten, den Musikmond, den Zauberturm. „Das sind unsere Abenteuer“, flüsterte Lucas.

Als sie ein Buch aufschlugen, stiegen bewegte Bilder daraus auf – wie kurze Träume: Sie sahen sich auf der Sternenschaukel, im Wolkenboot, beim Freundschaftsfeuerwerk. „Der Sternenfreund hat alles aufgeschrieben“, sagte Lena leise.

Vor ihnen lag ein noch leeres Buch aus weichem Licht. Eine Feder aus Sternenstaub schwebte darüber und begann zu schreiben, obwohl sie nichts sagten. Sie malte Bilder von Lucas, Lena und dem Sternenfreund heute Abend auf der Wiese – und ließ Platz für die Geschichten, die noch kommen würden.

Als das Buch sich schloss und ins Regal glitt, trug sein Rücken nun ein neues Bild: zwei Kinder unter einem zwinkernden Stern. „Jetzt sind wir Teil der Sternenbibliothek“, sagte Lucas stolz.

Der Sternenfreund formte wieder ein Tor aus Licht, das sie zurück auf die Wiese brachte. Über ihnen funkelte die Nacht, ein bisschen reicher an Geschichten als zuvor.

So schliefen Lucas und Lena ein – mit dem Gefühl, dass ihre Erlebnisse wie Bücher im Himmel aufbewahrt werden und nie verloren gehen.