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Teil 21 - Lucas und Lena und die Sternenwerkstatt

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Am einundzwanzigsten Abend funkelte der Sternenfreund besonders lebhaft, als würde er unruhig tanzen. „Ich glaube, er will uns etwas zeigen", flüsterte Lucas. Kaum hatte er das gesagt, fiel ein silberner Lichtfaden vom Himmel und formte sich zu einer glitzernden Treppe.

Sie stiegen hinauf, und mit jedem Schritt klang es wie das Anschlagen einer Glasglocke. Oben angekommen, standen sie vor einem Gebäude aus warmem, goldenem Licht – eine Sternenwerkstatt.

Drinnen arbeiteten winzige Sternenwesen an kleinen Werkbänken. Manche formten neue Sterne aus glühendem Sternenstaub, andere polierten fertige Lichtkugeln, bis sie strahlten. Ein großer Stern mit Schutzbrille aus Mondlicht trat auf sie zu. „Hier stellen wir all die Sterne her, die Kinder nachts bewundern", schien sein Glühen zu sagen.

Lucas bekam einen Pinsel aus Mondstrahl und durfte damit einen Stern zum Glänzen bringen. Mit jedem Strich wurde der Stern heller und strahlte schließlich in warmem Goldton. Lena verteilte mit einer Lichtgießkanne „Traumtau" über kleinere Sterne, die daraufhin in Regenbogenfarben schimmerten.

Der Stern-Meister zeigte ihnen ein Lager voller fertiger Sterne. „Jeder wartet darauf, einem Kind zu gehören", leuchtete er. Er legte Lucas und Lena zwei besondere Sterne in die Hände – einen in warmem Orange, einen in kühlem Silber. „Das sind eure eigenen Sterne", schien er zu sagen.

Zum Schluss zeigte er ihnen eine riesige Maschine aus Licht und Nebel. „Hier entstehen die Sternschnuppen", erklärte sein Leuchten. Eine winzige Lichtkugel schoss durch die Maschine, bekam einen glitzernden Schweif und flog durchs Fenster hinaus – bereit, jemandem einen Wunsch zu erfüllen.

Die Werkstatt verblasste, und die Treppe trug sie sanft zurück zur Wiese. In ihren Hosentaschen leuchteten noch immer die beiden Sterne – warm und lebendig. „Gute Nacht, kleiner Stern", flüsterte Lena und legte ihren silbernen Stern auf den Nachttisch.

So schliefen Lucas und Lena ein – mit dem Wissen, dass fleißige Sternenwesen den Nachthimmel jeden Abend schöner machen. Und ihre eigenen kleinen Sterne leuchteten die ganze Nacht über sanft neben ihren Betten.