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Teil 11 - Lucas und Lena und die Traumwolkenstadt

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Am elften Abend malte der Sternenfreund eine ganze Stadt aus weichen Traumwolken hoch am Himmel. Türme aus Watte, Straßen aus Nebel – alles schimmerte einladend. Kleine Fenster aus Licht leuchteten in den Wolkenhäusern, als würden darin winzige Sternenbewohner leben. „Unsere Wolkenstadt!“, staunte Lucas.

Lena und Lucas flogen hinauf auf einem Luftballon aus Sternenstaub. Der Ballon fühlte sich überraschend fest an, obwohl er nur aus glitzerndem Licht bestand. Der Korb darunter war weich wie ein Kissen. Langsam schwebten sie hoch, bis sie die ersten Wolkenstraßen erreichten.

Dort backten sie Kuchen mit Wolkenzucker in einer kleinen, schwebenden Bäckerei. Der Teig war leicht wie Luft, und der Kuchen schmeckte nach Vanille und einem Hauch Regenbogen. Dann spielten sie Fangen mit fliegenden Fischlein, die aus Nebel bestanden und lustige kleine Schleifen in die Luft schwammen.

Sie winkten dem Mond zu, der direkt über der Stadt stand und freundlich lächelte. „Er sieht aus wie ein großer, runder Wächter“, meinte Lena. Lucas nickte. „Ein Wächter der Träume“, fügte er hinzu.

Die Stadt flüsterte Geschichten alter Sterne. Aus jeder Gasse hörten sie leise Stimmen, die von längst vergangenen Wundern erzählten – von Sternenschiffen, alten Himmelsfesten und ersten Wünschen der Kinder. „Hier bleiben wir ewig jung!“, lachte Lena, als sie auf einer Wolkentreppe hinaufsprang, ohne müde zu werden.

Der Sternenfreund leitete ihren sanften Abstieg, als die Nacht ruhiger wurde. Der Luftballon aus Sternenstaub senkte sich wieder zur Wiese hinab, und die Wolkenstadt zog sich etwas höher in den Himmel zurück, als wolle sie sich für später aufheben.

Mit Wolkenküssen auf den Wangen – weichen, kühlen Tupfern aus Nebel – schliefen sie ein. Die Stadt wartete auf den nächsten Traum, hoch oben, bereit, ihre Türen wieder zu öffnen, sobald Lucas und Lena die Augen schlossen.