Teil 18 - Lucas und Lena und der Sternenwunschbaum
Am achtzehnten Abend war die Wiese still, und die Sterne leuchteten wie kleine Kerzen. Der Sternenfreund funkelte besonders lebhaft, als Lucas und Lena sich ins Gras setzten.
Vor ihnen sammelten sich plötzlich viele Lichtfunken zu einem neuen Baum. Seine Äste glühten wie Lichterketten, und statt Blättern hingen kleine Sterne daran, die sanft schaukelten. „Ein Sternenwunschbaum“, flüsterte Lena.
In jedem Stern schimmerte ein winziges Symbol: ein Herz, eine Note, ein Haus, ein Buch, ein Mond. „Vielleicht sind das Arten von Wünschen“, sagte Lucas leise. Der Sternenfreund ließ zwei Sterne ein Stück tiefer sinken, genau vor ihre Hände.
„Was wünschst du dir?“, fragte Lena. „Dass wir noch lange neue Abenteuer mit unserem Sternenfreund erleben“, antwortete Lucas. Lena wünschte sich, dass sie nie vergäßen, wie sicher und leicht sich diese Nächte anfühlen.
Ihre Sterne glühten kurz auf und zerplatzten dann in viele kleine Funken, die zurück in die Baumkrone flogen. Dort leuchteten sie als neue, helle Punkte weiter. „Der Baum passt auf unsere Wünsche auf“, sagte Lena.
Zwischen den Zweigen sahen sie kurz Bilder ihrer Erlebnisse aufleuchten: die Sternenschaukel, das Wolkenboot, die Regenbogen-Brücke, den Traumgarten, den Flüstermond, den Sternenkompass. „Unsere Abenteuer hängen jetzt auch hier“, stellte Lucas staunend fest.
Zum Abschied fiel ein kleiner, noch ganz klarer Stern vom Baum und landete in Lenas Hand. „Für Wünsche, die ihr noch nicht kennt“, wisperte der Wind. Sie steckte ihn vorsichtig in die Tasche.
Der Sternenwunschbaum leuchtete weiter wie eine große Nachtlaterne, während sie zur Wiese zurückgingen. So schliefen Lucas und Lena ein – mit dem Gefühl, dass ihre Wünsche im Baum und im Licht ihres Sternenfreundes gut aufgehoben waren.

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